Neues Sägebearbeitungszentrum im Schoeller Werk

Im Schoeller Werk wurde eine weitere strategisch wichtige Entscheidung getroffen: die Anschaffung eines Sägebearbeitungszentrums mit integrierter CNC-gesteuerter Endenbearbeitung. Der Vorteil: Rohrabschnitte werden abgesägt und die Enden können direkt komplex bearbeitet werden.

Zum ersten Mal wird in der Fertigung damit eine CNC gesteuerte Anlage zur Rohrweiterverarbeitung betrieben. Für das Schoeller Werk war dies ein logischer Schritt um sich flexibel an die Bedürfnisse der Kunden anzupassen.

Die CNC-gesteuerte Endenbearbeitung verfügt über acht Achsen, die frei programmiert werden können. Alle Säge- und Bearbeitungsfunktionen laufen über Servoantriebe und können auch bei laufender Anlage durchgeführt werden.

Die Anlage verfügt außerdem über eine integrierte Werkstückprüfung, die an drei verschiedenen Stationen die Länge, die Kontur sowie die Geradheit ermittelt. Durch vier Messtaster, die die Konuskontur abfahren, werden Winkel und Innendurchmesser bei vorgegebener Tiefe vermessen. Die Geradheit wird mittels dreier Laserköpfe bei rotierendem Rohr überprüft. Die Messdaten werden  anschließend im Maschinen-PC abgespeichert und parallel auf einem Bildschirm angezeigt. Rohre, die nicht den vorgegebenen Toleranzen entsprechen, werden automatisch vor dem Verpacken aussortiert.

Das komplette Sägebearbeitungszentrum hat ein Gesamtgewicht von ca. 22 t. Es können Rohrabmessungen von 10 mm bis 102 mm Außendurchmesser und mit einer Wandstärke von 0,5 mm bis  4 mm sowie einer Fixlänge zwischen 7 mm und 1.900 mm  bearbeitet werden.