Made in Germany: HAZET und Schoeller diskutieren Fertigungsstrategien der Zukunft

Am 24. April empfing Schoeller eine zwölfköpfige Führungsdelegation von HAZET. Was als Besuch unter Nachbarn begann, entpuppte sich als substanzieller Dialog über Fertigungsstrategien, Automatisierung und die Frage, was industrielle Exzellenz in der Praxis bedeutet.

Die Basis des Besuchs war keine geografische Zufälligkeit, sondern eine geteilte industrielle Überzeugung: Beide Unternehmen stehen für hohe Fertigungstiefe, konsequente Qualitätsorientierung und den Anspruch, im globalen Wettbewerb mit Präzision und technologischer Exzellenz zu bestehen. Made in Germany nicht als Label, sondern als gelebte Unternehmensphilosophie.

Eine persönliche Rückkehr

Unter den Gästen befand sich auch ein vertrautes Gesicht: Guido Schmidt, Geschäftsführer von HAZET, war von 2012 bis 2015 selbst als technischer Geschäftsführer bei Schoeller tätig. Seine Rückkehr nach Hellenthal hatte damit einen persönlichen Charakter – er kannte das Werk und seine Menschen bereits gut.

Fokussierter Austausch in zwei Arbeitsgruppen

Der Nachmittag war bewusst strukturiert. Neben einem ausführlichen Produktionsrundgang fanden die Gespräche in zwei thematisch getrennten Gruppen statt, die unterschiedliche Perspektiven auf industrielle Entwicklung beleuchteten.

Die technische Arbeitsgruppe unter CTO Michael Gottschalk widmete sich der vorhandenen Anlagentechnik, aktuellen Automatisierungslösungen sowie dem Management technischer Obsoleszenz. Darüber hinaus wurden laufende Investitionsprojekte vorgestellt – darunter der Neubau in Kall sowie die Weiterentwicklung der Standorte in Hellenthal und Neuhaus.

Die Operations-Gruppe unter COO Michel Büser legte den Schwerpunkt auf Arbeitssicherheit, 5S-Methodik und die nachhaltige Steigerung der OEE. Ein besonderer Fokus lag auf den Potenzialen eines aktiven Shopfloor-Managements als Instrument für stärkere Mitarbeiterintegration und kontinuierliche Prozessverbesserung.

Wertschätzende Rückmeldung

Im abschließenden Austausch zog Guido Schmidt ein klares Fazit: „Der Besuch war für uns sehr inspirierend und beeindruckend, gerade im Hinblick auf die konsequente Weiterentwicklung Eures Unternehmens und den damit verbundenen Investitionsmaßnahmen. In dem erkenntnisreichen Austausch mit den Führungskräften konnten wir zudem die positive Stimmung und gute Kultur wahrnehmen – auch das schätzen wir sehr.“

COO Michel Büser ergänzte: „Wir lernen alle nie aus. Solche Termine bringen wertvolle Impulse – davon leben wir alle. Wir bedanken uns herzlich bei HAZET für den offenen Austausch.“

Fortsetzung geplant

Der Dialog endet nicht in Hellenthal. Am 10. Juli wird das Schoeller Team zum Gegenbesuch nach Remscheid reisen – ein Zeichen dafür, dass aus einem produktiven Nachmittag ein belastbarer Austausch geworden ist, der beide Seiten voranbringt.