Ungeplante Maschinenstillstände zählen zu den größten Herausforderungen der industriellen Fertigung. Sie verursachen jährlich Millionen von Produktionsverlusten und ziehen Qualitätsprobleme, Sicherheitsrisiken und Umsatzeinbußen nach sich. Studien zeigen jedoch, dass moderne Ansätze wie Predictive Maintenance diese Ausfälle um bis zu 50 % reduzieren und gleichzeitig die Wartungskosten um bis zu 30 % senken können.
Vor diesem Hintergrund trat vergangene Woche der Arbeitskreis „Die neue Instandhaltung“ der AWF – Arbeitsgemeinschaft für Wirtschaftliche Fertigung bei Schoeller in Hellenthal zusammen. Ziel der zweitägigen Veranstaltung war es, gemeinsam mit Experten praxisnahe Ansätze zu entwickeln, die die Instandhaltung effizienter und zukunftsfähiger machen.
Realitätscheck: Instandhaltung im Fokus
Der erste Tag begann mit einer Reflexion über die Anwendung von CMMS-Systemen (Computerized Maintenance Management Systems) in der Praxis. Teilnehmende tauschten Erfahrungen aus, wie sich solche Systeme in unterschiedlichen Unternehmensumfeldern bewährt haben.
Direkt im Anschluss folgte eine ausführliche Werksbesichtigung des Schoeller Werks. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in zentrale Anlagen wie Laserschweißmaschinen, Ziehanlagen, Glühöfen und Trennanlagen. Ein Highlight war die Besichtigung der zukünftigen zentralen Instandhaltung, die in den nächsten Jahren ein wichtiges Zentrum für optimierte Wartungsabläufe sein wird.
Systeme unter der Lupe
Am zweiten Tag stand der detaillierte Vergleich digitaler Lösungen im Mittelpunkt. Neben unserem CMMS-System ULTIMO, welches sowohl aus administrativer als auch anwenderbezogener Perspektive vorgestellt wurde, analysierten die Teilnehmenden alternative Systeme wie Paledo und Scableone.
Die Diskussionen lieferten wertvolle Impulse, um digitale Technologien strategisch zu integrieren und Instandhaltungsprozesse gezielt zu optimieren. Die Atmosphäre war offen und konstruktiv – eine ideale Grundlage, um Ideen zu teilen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Effizienz und Zusammenarbeit für eine moderne Instandhaltung
Das Treffen verdeutlichte, wie wichtig der Austausch zwischen Unternehmen und Experten ist, um gemeinsam Fortschritte in der industriellen Instandhaltung zu erzielen. Offenheit und Kooperation sind entscheidend für den Weg zu Zero Downtime und einer nachhaltigen Effizienzsteigerung.
Ausblick
Beim nächsten Arbeitskreis werden wir uns dem Thema KI in der Instandhaltung widmen. Welche Potenziale bietet künstliche Intelligenz, und wie wird sie die Zukunft der Wartungs- und Reparaturprozesse verändern? Wir freuen uns auf spannende Gespräche und neue Perspektiven.